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PROJEKT: AHNENFORSCHUNG

Als Enkelin und selbst malend befinde ich mich auf die Spurensuche meines Großvaters mütterlicherseits, des aus einer Ferlacher Büchsenmacherfamilie stammenden Kärntner Landschaftsmalers HERMANN POSCHINGER mit bayerischen Wurzeln (1886-1965). Nach ihm ist eine Gasse in Ferlach benannt und seine Werke sind u.a. in der Kärntner Landesgalerie, in der Gemeinde Ferlach und in Privatsammlungen zu finden.

Er wuchs in Kärnten auf und studierte an der Wiener Akademie der Bildenden Künste (bei Prof. Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher) 1908-1911 sowie 1918 in Alois Delugs-„Spezialschule“. Später war er als Zeichenlehrer an verschiedenen Kärntner Schulen tätig, bevor er sich, ab 1927, als „freier“ und relativ erfolgreicher Maler etablierte.

Als Gründungsmitglied des Kunstvereins für Kärnten beteiligte er sich schon an dessen erster Ausstellung 1913.

Im ersten Weltkrieg war er auf dem Balkan (u.a. in Kosovo) und an der ital. Front (Fähnrich der Gebirgsschützen Nr. 1), aus dieser Zeit stammen etliche Bilder. Nach diesem Krieg betätigte er sich am Kärntner „Abwehrkampf“. Im zweiten Weltkrieg war er als Kriegsmaler in der Krain, Friaul, Norwegen und Finnland beschäftigt.

In den 30er-Jahren unternahm er Malreisen und beteiligte sich an Ausstellungen im Inland und im Ausland, u.a. in Rom, Bern, Berlin, München und Budapest. Politisch stand er den Nationalsozialisten nahe.

Seinen Lebensabend verbrachte er in seinem Haus in St. Martin/Klagenfurt, das er, ebenso wie ein Holzhaus auf der Turrach, weitgehend selbst gebaut hatte. Begraben wurde er auf dem Parkfriedhof Ferlach-Dollich.

Die letzte posthume Ausstellung dürfte im März 1988 im St.Veiter „Atelier 43“ stattgefunden haben, gelegentlich werden Bilder auf Auktionen verkauft.